„Wir schwimmen alle im selben Wasser“ ist ein performativer Klangspaziergang entlang des Hamburger Hafens. Das Projekt verbindet Wassermetaphern mit Migration und Klimadiskursen im historischen und aktuellen Kontext. Statt einer rückblickenden Perspektive auf koloniale Spuren richtet es den Blick auf gegenwärtige Strukturen von Bewegung und Ausschluss. Wasser fungiert dabei als analytische und poetische Figur – als Erinnerungsträger und reale Kraft. Untersucht wird, wie Begriffe wie „Flut“ oder „Welle“ Wahrnehmungen prägen, indem sie Ohnmacht erzeugen, entmenschlichen und Verantwortlichkeiten verschleiern. Vor diesem Hintergrund werden Migration und Klimawandel zunehmend als Sicherheitsrisiken verhandelt, wodurch sich der Fokus auf Regulierung verschiebt und koloniale Logiken fortwirken.