Ist es möglich, in einem alten Industriegebäude einen wahrhaft magischen Akt zu vollbringen? ÉSKATON untersucht diese Frage mithilfe verschiedener Bühnenmittel und performativer Strategien nach einem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1922, der Hexenverfolgung mit frühen psychologischen Deutungen verbindet.
Im Zentrum steht eine Figur, eine Randerscheinung, deren Verhalten zwischen Verzweiflung, Zärtlichkeit und Widerstand oszilliert. Durch ihre Handlungen treten Mythologien und Narrative der Hexerei in Dialog mit zeitgenössischer Bühnenkunst. Dabei werden dämonisiertes Wissen und Praktiken aufgerufen, die ästhetische Kraft des Monströsen betont und die Gefährdung dissidenter Körper sichtbar gemacht – mit dem Ziel, die historische Struktur des Theaters als Ort und Praxis zu hinterfragen.